Gedanken zur Essener Tafel

Folgende Gedanken kamen mir, nachdem die Essener Tafel Flüchtlingen die Neuaufnahme verwehrte:
Zu den eindringlichsten Erlebnissen meiner Indienreise gehörte 2015 der Besuch im Gurdwara Bangla Sahib (Sikh) Tempel in Delhi. 10000 vegetarische Essen werden dort am Tag gratis, unabhängig von der Bedürftigkeit, getragen von freiwilligen Helfern, ausgegeben. Staunend bin ich damals durch die offenen Großküchen gelaufen, habe mich in die langen Besucherreihen auf den Boden gesetzt um zusammen mit meinen Nachbarn aus der ganzen Welt meinen Blechteller zu leeren.

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Den Löffel abgeben …

Den Löffel abgeben werden wir hier noch lange nicht!
Unser Museumsspaziergang durchs Centre Charlemagne führte uns 24 Frauen aus Afghanistan, Syrien, Irak, Iran und Kenia mitten hinein ins pralle Leben der karolingischen Zeit.

Der hölzerne Löffel, außerhalb der Mahlzeiten befestigt am Hosenbund des Familienvorstandes, diente dem Nachschub aller Tischnachbarn und wurde so zum Ursprung des geflügelten Wortes, übrigens in Afghanistan wie Deutschland! Danke an die heutige Übersetzerin, eine ausgesprochen wortgewandte afghanische Gymnasiastin, die auch bei komplexen Sachverhalten nicht mit der Wimper zuckte …

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Spontaner Besuch in der Moschee

Gestern habe ich nach dem Dienst einfach mal so die Moschee auf der Metzgerstraße besucht, an Muharram, an einem der höchsten schiitischen Feiertage. Zum ersten Mal, muss ich gestehen. Unsere afghanische Mitarbeiterin hat davon erzählt und mich gleich eingeladen, doch mal mitzukommen. Aus reiner Neugier bin ich ihr gefolgt. Für mich ist Imam Hussein eine geschichtlich interessante Figur, und die Themen, um die es heute geht, gibt es zuhauf auch in unseren Klassikern.

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Flame for Peace-Lauf

Am 15.9. 2017 findet als Auftakt für das Bina-Mira Festival der diesjährige Friedenslauf von Aachen nach Eupen (Belgien) statt. Gemeinsam mit einer Gruppe Geflüchteter startet Flame for Peace am Aachener Stadttheater in Richtung zur Grenze nach Belgien, wo am alten Zollhaus die Fackel an die belgische Staffel übergeben wird.

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Aachen in Unruhe

Es gibt immer wieder schillernde Kristalli­sa­tions­punkte der Flüchtlingsthematik.
So ist Arif ein besonders gutes Beispiel einer gelungenen Willkommenskultur in unserer Stadt.
Was macht die Stadt in Flüchtlingskultur? Das ist Thema in vielen Ausschusssitzungen. Ja, da tut sich was, alle können aufatmen, vorbildlich, sympathisch, liebe Stadt Aachen, wir können doch alle stolz sein, wir sind menschlich, nett, freundlich, vom Kulturbetrieb über Theater, Sportvereine und Koch-, Schach- und Kegelinitiativen. Hier ist Arif, hier findet Integration statt: Kirche, Chöre, Kunst und Kaffeetrinken.

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